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Augustiner-Bräu – die älteste Brauerei Münchens

Vor fast 700 Jahren begannen die Augustiner-Mönche mit dem Bierbrauen in ihrem Kloster nahe dem Dom in München. Heute wird das Kultbier von erfahrenen Braumeistern in der Landsberger Straße hergestellt. Am Bier hat sich kaum etwas verändert.

Deswegen ziert das Entstehungsjahr „1328“ auch das Emblem der Augustiner Brauerei und die Etiketten auf den Bierflaschen. Fast 500 Jahre lang brauten die Ordensbrüder ihr begehrtes Bier direkt im Kloster und verkauften es dann in ihrer Klosterschenke. Als Anerkennung für die außerordentliche Qualität des Augustiner-Bieres befreite der Landesfürst die Klosterbrauerei damals von sämtlichen Steuern. 1803 übernahm dann der Staat im Zuge der Säkularisierung das Augustinerkloster, die Brauerei wurde privatisiert und 1817 wegen Baufälligkeit des Klosters in die Neuhauser Straße verlegt.

Der Freisinger Brauer Anton Wagner übernahm dann1829 den Betrieb, der seitdem als bürgerliche Privatbrauerei besteht.
1885 wurde der Hauptsitz ins mittlerweile denkmalgeschützte backsteinerne Kellerareal an die Landsberger Straße verlegt. 1896 hat der berühmte Münchner Architekt Emanuel von Seidl die ehemalige Brauerei – das heutige Stammhaus „Zum Augustiner“ – zu einem Restaurant mit Bierhalle umgestaltet.

Besonderen Wert legt die Brauerei auf ihr Fassbier im traditionellen Holzfass, das die besondere Pflege der Braumeister genießt. Das hervorragende Brauwasser wird aus dem eigenen Brunnen aus 230 Meter Tiefe gewonnen. In der historischen Tennenmälzerei auf dem Brauereigelände wird ein Malz von besonderer Qualität hergestellt. Die keimende Gerste wird in großen Räumen – 40 Meter lang und zehn Meter breit – in einer dünnen Schicht auf einem besonderen Kalksteinboden ausgelegt und alle acht Stunden gewendet. Das überlieferte Verfahren des Tennenmälzens braucht zwar viel Platz und Zeit, aber dadurch hat das Malz Raum zum Atmen, was dem Geschmack dienlich sein soll.

Der früheste Nachweis, dass Augustiner-Bier auf dem Oktoberfest ausgeschenkt wurde, geht auf das Jahr 1867 zurück. Das Augustiner Oktoberfestbier ist eine besondere Spezialität, die es nur während der Wiesn gibt. Die Gäste trinken im Festzelt ihr Bier aus den früher gebräuchlichen Keferloher Tonkrügen und heute wie damals gilt: Das Augustiner Oktoberfestbier wird aus dem Holzfass ausgeschenkt. Auf dem größten Volksfest der Welt ist die Augustiner Brauerei damit die Einzige, bei der noch ausschließlich Holzfässer (Hirschen) zu den Wiesn-Schänken rollen und frisch „o’zapft“ werden.

Während ihrer wandelvollen Geschichte hat die Augustiner-Bräu Wagner KG Kriege, eine Privatisierung und viele Erweiterungen und Innovationen erlebt – dabei aber immer ihre Firmenphilosophie gewahrt: Es geht um die herausragende Qualität des Bieres, um dieTradition und um unsere Münchner Wurzeln. So sind auch die Wirtschaften und Biergärten – darunter der Augustiner-Keller und der Hirschgarten – Stätten Altmünchner Geselligkeit und Gemütlichkeit. Augustiner-Bier ist während der vergangenen sieben Jahrhunderte zu einem Stück Münchner Kultur geworden.

„Kellnerin a Bier!“ Aber nicht irgendeines, sondern bittschön ein Augustiner. Am liebsten ein Edelstoff, denn „Geschmacklich ist es süss, wenig bitter und hat einen vollmundig-malzigen Körper mit sehr schöner Aromahopfung und dezenten Anklängen an Orange und Limone. Der Abgang ist getreidig, voll und süffig“, so das Urteil eines Bierverkosters.

Damit keiner mehr als Souvenir Maßkrüge auf der Wiesn klauen muss, stehen für die wahren Augustiner-Freunde, verschiedene Biergläser, wie der Diamant Becher mit Goldrand, Masskrüge, T-Shirts und Kappen mit dem legendären Emblem der Brauerei, in der Verwaltung zum Verkauf bereit. Prosit!

Augustiner-Bräu Wagner KG
Verwaltung und Braustätte
Landsberger Straße 31-35
80339 München

Augustiner Stammhaus, Neuhauser Straße 27
www.augustiner-restaurant.com

Augustiner Klosterwirt
www.augustiner-klosterwirt.de

Augustiner Keller, Arnulfstraße 52
www.augustinerkeller.de