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In diesem besonderen Stadtführer lernen Gäste und Einheimische die Stadt und ihre Umgebung ganz neu kennen: als eine Region, in der ökologisches Denken, Leben und Handeln zuhause sind.

 

Alexandra Achenbach nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise und zeigt uns, dass München alles zu bieten hat, was man für ein klimafreundliches Leben braucht: nachhaltige Läden, Cafés und Restaurants. Vom selbst angebauten Gemüse aus versteckten Gärten mitten in der Stadt über faire Mode, bis hin zum Bio-Wirtshaus, in dem „vegan“ kein Fremdwort ist. 

„Unser grünes München“ stellt uns klimafreundliche Cafés und Restaurants vor, nennt Läden in denen man plastikfrei einkaufen kann, zeigt wo nachhaltige Mode geschneidert, wo gemeinsam gesät und geerntet wird und wo ganz unterschiedliche Menschen in sozialen und interkulturellen Projekten aktiv sind.

Die liebevoll gestalteten Karten laden zu außergewöhnlichen Stadtteilrundgängen ein und engagierte Mitbürger*innen geben spannende Einblicke in die Münchner Nachhaltigkeitsszene.

Neugierig geworden? Es gibt viele Überraschungen und

viele Aha-Momente beim Erkunden unserer Stadt. Geht mit, auf eine spannende Expedition zu neuen und unbekannten

Orten und werdet Teil der Fairänderung, hin zu einer sozial und ökologisch gerechteren Welt.

 

01 öko cityguide

 

Alexandra Achenbach

Oekom Verlag, 2020

176 Seiten, 15 Euro, PDF 11,99 Euro

Vor fast 700 Jahren begannen die Augustiner-Mönche mit dem Bierbrauen in ihrem Kloster nahe dem Dom in München. Heute wird das Kultbier von erfahrenen Braumeistern in der Landsberger Straße hergestellt. Am Bier hat sich kaum etwas verändert.

Deswegen ziert das Entstehungsjahr „1328“ auch das Emblem der Augustiner Brauerei und die Etiketten auf den Bierflaschen. Fast 500 Jahre lang brauten die Ordensbrüder ihr begehrtes Bier direkt im Kloster und verkauften es dann in ihrer Klosterschenke. Als Anerkennung für die außerordentliche Qualität des Augustiner-Bieres befreite der Landesfürst die Klosterbrauerei damals von sämtlichen Steuern. 1803 übernahm dann der Staat im Zuge der Säkularisierung das Augustinerkloster, die Brauerei wurde privatisiert und 1817 wegen Baufälligkeit des Klosters in die Neuhauser Straße verlegt.

Der Freisinger Brauer Anton Wagner übernahm dann1829 den Betrieb, der seitdem als bürgerliche Privatbrauerei besteht.
1885 wurde der Hauptsitz ins mittlerweile denkmalgeschützte backsteinerne Kellerareal an die Landsberger Straße verlegt. 1896 hat der berühmte Münchner Architekt Emanuel von Seidl die ehemalige Brauerei – das heutige Stammhaus „Zum Augustiner“ – zu einem Restaurant mit Bierhalle umgestaltet.

Besonderen Wert legt die Brauerei auf ihr Fassbier im traditionellen Holzfass, das die besondere Pflege der Braumeister genießt. Das hervorragende Brauwasser wird aus dem eigenen Brunnen aus 230 Meter Tiefe gewonnen. In der historischen Tennenmälzerei auf dem Brauereigelände wird ein Malz von besonderer Qualität hergestellt. Die keimende Gerste wird in großen Räumen – 40 Meter lang und zehn Meter breit – in einer dünnen Schicht auf einem besonderen Kalksteinboden ausgelegt und alle acht Stunden gewendet. Das überlieferte Verfahren des Tennenmälzens braucht zwar viel Platz und Zeit, aber dadurch hat das Malz Raum zum Atmen, was dem Geschmack dienlich sein soll.

Der früheste Nachweis, dass Augustiner-Bier auf dem Oktoberfest ausgeschenkt wurde, geht auf das Jahr 1867 zurück. Das Augustiner Oktoberfestbier ist eine besondere Spezialität, die es nur während der Wiesn gibt. Die Gäste trinken im Festzelt ihr Bier aus den früher gebräuchlichen Keferloher Tonkrügen und heute wie damals gilt: Das Augustiner Oktoberfestbier wird aus dem Holzfass ausgeschenkt. Auf dem größten Volksfest der Welt ist die Augustiner Brauerei damit die Einzige, bei der noch ausschließlich Holzfässer (Hirschen) zu den Wiesn-Schänken rollen und frisch „o’zapft“ werden.

Während ihrer wandelvollen Geschichte hat die Augustiner-Bräu Wagner KG Kriege, eine Privatisierung und viele Erweiterungen und Innovationen erlebt – dabei aber immer ihre Firmenphilosophie gewahrt: Es geht um die herausragende Qualität des Bieres, um dieTradition und um unsere Münchner Wurzeln. So sind auch die Wirtschaften und Biergärten – darunter der Augustiner-Keller und der Hirschgarten – Stätten Altmünchner Geselligkeit und Gemütlichkeit. Augustiner-Bier ist während der vergangenen sieben Jahrhunderte zu einem Stück Münchner Kultur geworden.

„Kellnerin a Bier!“ Aber nicht irgendeines, sondern bittschön ein Augustiner. Am liebsten ein Edelstoff, denn „Geschmacklich ist es süss, wenig bitter und hat einen vollmundig-malzigen Körper mit sehr schöner Aromahopfung und dezenten Anklängen an Orange und Limone. Der Abgang ist getreidig, voll und süffig“, so das Urteil eines Bierverkosters.

Damit keiner mehr als Souvenir Maßkrüge auf der Wiesn klauen muss, stehen für die wahren Augustiner-Freunde, verschiedene Biergläser, wie der Diamant Becher mit Goldrand, Masskrüge, T-Shirts und Kappen mit dem legendären Emblem der Brauerei, in der Verwaltung zum Verkauf bereit. Prosit!

Augustiner-Bräu Wagner KG
Verwaltung und Braustätte
Landsberger Straße 31-35
80339 München

Augustiner Stammhaus, Neuhauser Straße 27
www.augustiner-restaurant.com

Augustiner Klosterwirt
www.augustiner-klosterwirt.de

Augustiner Keller, Arnulfstraße 52
www.augustinerkeller.de

Das Herz von Süssholz schlägt in München. Modern, elegant, rustikal und mit einem kleinen Augenzwinkern bringen die Herzerlstühle ein Stückchen Heimatgefühl in Ihre vier Wände. 

Wer einmal den Spezialitätenshop Liebelei in der Maxvorstadt besucht hat, der kommt gerne wieder, um sich an den feinen Speisen zu laben, oder in den Wohnaccessoires aus Bayern zu stöbern.

„Lachst du gerne, nimm den guten Ratund geh’ in Feldl’s Teufelsrad!“

Ein bayerisches Wirtshaus in dem sich Tradition und Offenheit für Neues vermischt ist das Trumpf oder Kritisch in der Feilitzschstraße in Schwabing.

Hischgeweihe unter Lüftungsrohre und massive Eichenholztische, die mit Kartenspielmotiven verziert sind schmücken den Gastraum um die Bar im Holzblockstil. Der Name stammt von der Ansage des bayerischen Kartenspiels Watten, welches auch gepflegt werden soll, in dem man sich an der Theke eine eigens gestaltete Spielkartenedition abholen kann.

Ausgeschenkt wird Augustiner aus dem Holzfass, für das ein eigenes Kühlhaus für die Fässer eingebaut wurde, weil die eben eine besondere Temperierung benötigen. Dafür sorgt der Wirt Simon Donatz, Sohn von Schauspieler Josef Bierbichler.
Außer dem obligatorischen Schweinsbraten gibt es auch Klassiker wie Obazda und Bratensemmel. Bei der Auswahl der Cocktails war Kreativität Trumpf: Der „Schorsch am Lago“ besteht aus Campari, Obstler, Zitrone und Orangensaft und die „Kentucky Goaß“ wird mit
Kirschschnaps, Bourbon, Kirschsaft, Limette und Minze gemixt.

Simon Donatz will zeigen, dass das klassische Wirtshaus eine Zukunft hat. Gestört hat ihn oft beim Gasthausbesuch, dass gesellige Runden, bei denen es auch mal lauter wird, nicht gern gesehen sind. Deswegen ist auch hier Geselligkeit und Kartenspielen ausdrücklich erwünscht.

Trumpf oder Kritisch
Feilitzschstraße 14
80802 München
089-38088240
www.trumpf-oder-kritisch.de

Wer kennt es nicht, das stilvolle vierstöckige Gebäude in der Dienerstraße, mit den Rundbögenschaufenstern, den in Barockgelb gestrichenen Fensterstöcken und den Stuckornamenten?

Die Spirituose aus Wacholder ist Trendgetränk Nummer Eins – auch wenn der Genuss angeblich traurig machen soll. Wir stellen die acht wichtigsten, regionalen Hersteller vor.

Erstmals erwähnt wurde der Biergarten vom Augustiner Keller im Münchner Stadtplan von 1812. Seit 1895 hat sich an seinem äußeren Bild kaum etwas verändert. Warum auch – man kann ihn nicht schöner gestalten.

 

Ein besonderes Highlight hält der FC Bayern für seine zahlreichen Anhänger bereit: Einmal pro Woche kann man die Spieler hautnah beim öffentlichen Training beobachten.