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Hunde in München: die wichtigsten Gesetze

Worauf man achten sollte, wenn man mit seinem Zamperl in München unterwegs ist.

Nun, wo die Wiesen wieder grün werden und alles anfängt zu blühen und zu sprießen, hält es kaum noch einen Münchner in seinen vier Wänden. Besonders Hundebesitzer und ihre vierbeinigen Gefährten zieht es hinaus in die zahlreichen Parks und Grünanlagen, um sich nach dem langen Winter endlich mal wieder richtig mit Stöckchen und Ball auszutoben. Flächen, die sich dafür anbieten, gibt es in München reichlich – doch leider auch mindestens genauso viele Verordnungen. Wir haben die wichtigsten Regeln für Hundebesitzer zusammengefasst. 

 

Gassibeutel nicht vergessen

Prinzipiell ist München eine hundefreundliche Großstadt. Der Hundesteuersatz ist mit 100 Euro vergleichsweise niedrig, es gibt zahlreiche Grünflächen und jede Menge potenzielle Spielkameraden für verspielte Fiffis – immerhin sind im Stadtgebiet rund 32.000 Hunde angemeldet. Genau diese stattliche Anzahl ist auch der Grund für eins der größten Hunde-Probleme in München: Viele Vierbeiner machen auch viele Hundehaufen. Und entgegen der weit verbreiteten Meinung entbindet die Hundesteuer Hundebesitzer nicht von der Beseitigung der Hinterlassenschaften ihres Hundes.

Mindestens fünf Tonnen Hundekot fallen in der bayerischen Landeshauptstadt tagtäglich auf Bürgersteige, Wiesen und Wege. Wer die Häufchen seines Vierbeiners liegen lässt, muss dafür im schlimmsten Fall bis zu 500 Euro berappen und riskiert womöglich einen temporären Platzverweis. Deshalb (auch wenn’s schwerfällt): Rein mit dem Haufen in den Gassibeutel und ab damit in den nächsten Abfalleimer. Die findet man in der gesamten Stadt und ihren Grünanlagen zum Glück reichlich. 

 

hunde gesetze 14Wo Fiffi an die Leine muss

Apropos Grünanlagen: Könnten Hunde die Münchner Grünanlagensatzung lesen, würden sie wohl erst einmal begeistert mit dem Schwanz wedeln: „Das Freilaufenlassen und Mitführen von Hunden ist in den Grünanlagen generell erlaubt“, heißt es dort nämlich. Doch die Ernüchterung folgt schon im nächsten Absatz. Auf Kinderspielplätzen, Spiel- und Liegewiesen, Zieranlagen, in Biotopen sowie im gesamten Westpark dürfen Hunde maximal an der kurzen Leine und auf den Wegen mitgeführt werden. Für den nichtsahnenden Hundehalter sind diese Verbotszonen an den grünen Pollern zu erkennen, die einen durchgestrichenen Dackel zeigen. „Wir müssen zwar nicht draußen bleiben, aber frei toben dürfen wir auch nicht“, sozusagen.

In den Freibadegeländen am Feldmochinger-, Lerchenauer-, Fasanerie- und Langwieder/ Lußsee ist das Freilaufenlassen und Mitführen von Hunden nur in den eigens ausgewiesenen Flächen erlaubt. In Teilen des Englischen Gartens, im Hofgarten und im Nymphenburger Schlosspark gilt ebenfalls Leinenpflicht. Angesichts so vieler Verbote stellen sich wohl nicht nur bei Hunden die Nackenhaare auf… Anders verhält es sich im Altstadtbereich. Hier können sich Hunde derzeit noch frei bewegen. Doch auch das dürfte sich bald ändern. Vierbeiner, die über 50 Zentimeter groß sind, sollen hier in Zukunft an die Leine, um mehr Sicherheit für Mensch und Tier zu gewährleisten. 

 

Hier dürfen Wastl und Co. nach Herzenslust toben

Bleibt ja nicht mehr viel übrig, schießt es einem als Hundefreund da durch den Kopf. Doch keine Panik, die bayerische Landeshauptstadt bietet Hundebesitzern trotz strengem Verordnungs-Wust genügend Möglichkeiten, ihren Liebling auch ohne Leine und Geschirr laufen zu lassen. Die schönsten Hunde-Fleckerl sind mit Sicherheit die Sollner Wiesn mit ihrem kleinen Hunde-See, der Fürstenrieder Wald, die Isar-Auen in der Innenstadt und die Hundewiese Angerlohe. Schauen Sie sich die Freilaufflächen am nächsten Wochenende doch einfach mal an!

Oder machen Sie sich mit Ihrem Zamperl auf eigene Faust auf die Suche nach versteckten Hunde-Oasen im Stadtgebiet. Mit einem Hund an der Seite ist schließlich der Weg das Ziel – aber bloß nicht den Gassibeutel vergessen!