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Die Großmarkthalle wird 100

Das Münchner Stadtmuseum zeigt eine Ausstellung über die wechselvolle Zeit des Lebensmittel-Großmarktes in Sendling.

Woher kommen unsere Kartoffeln, knackige Bohnen oder duftende Orangen und Papayas? Die Münchner lieben ihre täglichen Markte: den Viktualienmarkt, den Elisabethmarkt, den Pasinger Viktualienmarkt und den Markt am Wiener Platz. Dahinter steht eine effiziente Distributionsmaschine: Die Münchner Großmarkthalle in Sendling.

Die Geschichte der Münchner Großmarkthalle

1912, als die Großmarkthalle gebaut wurde, trabten noch Pferdefuhrwerke durch die Hallen. Heute verkehren 40 Tonner auf dem Gelände. Dazwischen ist viel passiert: Zwei Jahre nach der Eröffnung brach der Erste Weltkrieg aus. 1943, im Zweiten Weltkrieg, wurde die Großmarkthalle zu 80 Prozent zerstört. Mit dem Wirtschaftsaufschwung in den 50 er Jahren sehnten sich die Menschen wieder nach frischem Obst und feinen Gemüsesorten. Mit der Großmarkthalle ging es bergauf, die Anlage wurde großzügig erweitert. Nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 kam das geschäftige Treiben in der Großmarkthalle für einige Wochen fast vollständig zum Erliegen. Die Osterweiterung einige Jahre später führte wieder zu einem Boom. Seither muss sich der internationale Lebensmittel-Umschlagplatz ständig den Herausforderungen der neuen Zeit stellen. Die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum eröffnet einen Blick in die abgeschiedene Welt der Gärtner, Händler, Importeure, Transportunternehmen und Marktkaufleute.

Münchner Großmarkt der drittgrößte Europas

  • 2007 fusionierten die Großmarkthalle und der Schlachthof zum städtischen Eigenbetrieb „Markthallen München“.
  • Verkauft wird von 5.30 Uhr bis 13.00 Uhr an Gewerbetreibende aus Einzelhandel und Gastronomie.
  • Waren: Obst, Gemüse, Blumen, Fleisch, Fisch, Feinkost und Wein.
  • 5 Millionen Menschen werden täglich mit frischen Lebensmitteln und Blumen versorgt und Waren nach ganz Europa vermittelt.
  • Auf 435.000 m schlagen 400 Import-und Großhandelsfirmen jährlich 600.000 Tonnen Waren in 140 Gattungen aus 83 Ländern im Wert von über 2 Milliarden Euro um.

Die Ausstellung „Täglich frisch! 100 Jahre Münchner Großmartkhalle

Ausstellungsdauer: 15. Februar bis 15. Juli 2012

Adresse: Münchner Stadtmuseum, St.- Jakobs-Platz 1, 80331 München