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Das Hauptzollamt: Architekturjuwel

Eines der spannendsten Gebäude Münchens öffnet am 1. Juli 2012 seine Tore.

Jeder S-Bahnfahrer und jeder Zugfahrer kennt dieses Gebäude. Gleich nach der S-Bahnstation Donnersbergerbrücke erscheint dieser riesige Riegel mit der kupfergrünen Kuppel. Es steht einfach da, keiner weiß genau wozu. Und kaum einer ahnt, dass sich dahinter eines der spannendsten Gebäude Münchens verbirgt, das Hauptzollamt.

Das Hauptzollamt München: eine bewegte Geschichte

Das Hauptzollamt feiert 100-jähriges Jubiläum. Geplant wurde es noch zu Zeiten des Prinzregenten Luitpold, als Bayern noch ein Königreich und Teil des deutschen Kaiserreiches war. Der Prinzregent weite das Gebäude am 1. Juli 1912 ein. Während des ersten Weltkriegs wurde das Hauptzollamt als Hilfslazarett genutzt, im Zweiten Weltkrieg richtete die Wehrmacht hier ein Lager ein. Einige Sprengbomben beschädigten das Hauptzollamt, so dass es nach dem Krieg, bis in die 80er Jahre hinein, wieder rekonstruiert werden musste.

Spannende Räume im Hauptzollamt

Nur einen Teil des Hauptzollamts kann man von der S-Bahn aus überhaupt sehen, dahinter verbirgt sich ein noch viel weitläufigerer Gebäudekomplex. Zu seiner Entstehungszeit war gerade noch der Jugendstil angesagt, und diesen Einfluss merkt man dem Hauptzollamt auch an. So begegnen einem überall Fresken und Ornamente beeinflusst vom Jugendstil. Doch das eigentlich bewundernswerte sind die gewaltigen Säle und Hallen. Etwa die Empfangshalle, mit den Dimensionen der Schwimmhalle des Müllerschen Volksbads. Früher konnte die Halle noch gemietet werden, für spezielle Events wie Modeschauen.

Die gewaltige gläserne Kuppel

Wirklich einzigartig und gewaltig aber erscheint einem das Prunkstück, das weiße Treppenhaus mit dem Lichthof und seiner gläsernen Kuppel. Im Erdgeschoß konnten hier früher 42 Zugwagons, die direkt vom Hauptbahnhof kamen, entladen werden. Und dafür brauchte man Licht. Darum schuf man die 45 Meter hohe gläserne Kuppel mit den kupfergrünen Profilen. Diese Kuppel ist es, die dem Gebäude seine markante Erscheinung gibt und die jeder von der Donnersbergerbrücke aus sehen kann.

Ort: Landsberger Straße 124

Zeit: 1. Juli ab 10:00 bis 17:00

Eintritt frei

Links:

http://www.bayerischeoberlandbahn.de

http://www.muenchen-tv.de