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Atelierbesuch bei Andrea Wildner

Die bekannte Theater-und Fernsehschauspielerin ist ein künstlerisches Allroundtalent.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Andrea Wildner mit Musik, Ballett und Tanz, spielt Klavier, widmet sich dem Schreiben und entwirft Schmuck. Ganz besonders intensiv setzt sie sich aber mit Zeichnung und Malerei auseinander. Vor Jahren entschied sie sich, ihre überschäumende Kreativität in Bahnen zu lenken: Sie suchte bei privaten Zeichenlehrern und Kunstprofessoren nach einer noch tiefer gehenden Auseinandersetzung mit der Kunst der Malerei. Jetzt ist sie angekommen, nach einem zweijährigen Malereistudium bei einem der bekanntesten deutschen Maler der Gegenwart – Markus Lüpertz.

Die Reihe „zerstörte Akte“

Andrea Wildners expressive und gestische Malerei in Mischtechnik aus Acryl, Kohle und Pastell zeigt eine ganze Serie von Frauenakten. Die schwarze Umrisslinie der Figuren stellt sich weniger klar und scharfkantig dar, eher scheint sie vor Schwingungen, Erzittern und fast aggressiven Tönen jäh durchbrochen irritiert zurückzuweichen. Die Künstlerin nennt diese Reihung ihre „zerstörten Akte“. Entstanden sind sie während der Studien zum Aktzeichnen, als Andrea Wildner sich mit einem Mal so gelangweilt dem wenig Intensität ausstrahlenden Modell gegenüber sah, dass sie in einer Art Wut und Verärgerung ihre Bilder „zerstören“ musste - die Studie war beendet, und ihr eigentliches Werk kam zum Tragen. In einer reduzierten Farbpalette aus Schwarz und Erdtönen formt sie mal zarte, schwebende Wesen, mal raue, wilde Kreaturen auf Papier. Dabei bleibt das Figürliche besonders prägnant und verweist so etwa auf Wildners gutes Einfühlungsvermögen in menschliche Charaktere durch die Kunst der Schauspielerei.

Papierarbeiten und Ölgemälde

Neben den Papierarbeiten gibt es auch Ölgemälde zu entdecken; eines sei hier genannt, dessen Titel „Mann geht achtlos an banalem Gegenstand vorbei“ an Klee erinnert. Es handelt sich um die Figur des Dramatikers Jean-Paul Sartre, der angeblich nach einer zu intensiven Erfahrung eines Rauschmittels sich fortan von gigantischen Hummerkrabben verfolgt sah.

Andrea Wildner hat sich noch viel vorgenommen und lebt eine intensive Auseinandersetzung mit der Malerei. Dabei folgt sie dem Credo ihres Lehrmeisters Markus Lüpertz: „Man muss aufpassen, dass man Malen nicht lernt“.

Adresse: Atelier Andrea Wildner, Ainmillerstr. 7, 80801 München

Webseite: www.andreawildner.com