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Elise LeGrow – Playing Chess

Neue weibliche Soulstimmen sind rar. Elise LeGrow ist eine der Entdeckungen dieses Genres. Mit Ihrem Debutalbum „Playing Chess“ setzt uns die junge Kanadierin mit elf musikalischen Zügen Schachmatt. 

„Playing Chess“ hat allerdings weniger mit dem Spiel der Könige zu tun, sondern ist eher als Anspielung auf das legendäre Chess-Label aus Chicago zu verstehen, bei dem einst Größen wie Muddy Waters, Etta James, Bo Diddley und Chuck Berry veröffentlicht wurden. Deswegen sind auch alle Songs des Albums Neuinterpretationen von Klassikern und auch weniger bekannten Releases dieses Labels.
Man hört auf „Playing Chess“ Stücke, wie „Who Do You Love” (Bo Diddley), „Can’t Shake It” (Etta James) oder „You Never Can Tell“ (Chuck Berry) in spannenden Versionen, genauso wie „Hold On“ (The Radiants) oder „Long Lonely Nights“ (Lee Andrews).

LeGrows Stimme steckt voller Gefühl, Kraft und Glaubhaftigkeit und ihre Interpretationen klingen absolut modern, transportieren aber auch gleichzeitig noch den Charme der späten 50er und der frühen 60er Jahre. Die Arrangements wurden sorgfältig gesetzt, um die Essenz der Urfassungen zu erhalten ohne dabei nostalgisch zu wirken. Daher ist es kein Manko, wenn einem die frühen Interpretationen nicht vertraut sind. Möglicherweise machen die Stücke von „Playing Chess“ neugierig auf die alten Song-Schätze.

Auf diesem Album sind zwar „nur“ Coverversionen, aber Elise LeGrow schreibt auch eigene Songs, in deren Genuss wir hoffentlich auf einem ihrer nächsten Alben kommen werden.

Video „Who Do You Love“
https://www.youtube.com/watch?v=4BYzRmiBwRE&frags=pl%2Cwn