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Der Poesiebriefkasten – Klappe auf für Gedichte

In Obergiesing steht Münchens einziger Poesie-Briefkasten mit eigener Postadresse. Hier kann jeder selbstverfasste Gedichte einwerfen, oder auch per Post hinschicken. Klappe auf für Poesie!

Ob in Reimform oder als Rap, ob Gstanzl oder Epos – der Kasten mag die Abwechslung. Das darf gerne auf handgeschöpftem Büttenpapier oder auf einem Notizzettel sein. Besonders gerne schluckt er von Hand geschriebenes.
Die Idee für den Poesiebriefkasten hatte die Künstlerin Katharina Schweissgut. Sie ersteigerte bei einer E-Bay-Auktion den grauen, verbeulten Kasten, pinselte ihn orange an, versah ihn mit einer weißen Taube mit Brief im Schnabel – und überzeugte den Hausbesitzer, eine Zieladresse für Gereimtes aller Art zu schaffen.

Seit 2013 sammelt Katharina Gedichte von Voll- und Teilzeitpoeten. Der Münchner Poesiebriefkasten war deutschlandweit der erste und einzige Briefkasten nur für Gedichte. Bisher hat er weit über 1000 lyrische Werke geschluckt. Zum Teil von Hand bemalt oder mit getrockneten Blumen beklebt. Komplette Schulklassen haben geschrieben, ebenso wie viele Münchner. Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller Franz Xaver Kroetz schrieb an die Initiatoren: „Ich wünsche euch und mir einen Himmel voller Gedichte.“
Für die vielen kreativen Werke gibt es jetzt sogar ein lebendiges Mini-Museum: das SPIX (Tegernseer Landstr. 155, Eingang Spixstraße).

„Dass so viele mitmachen hätte ich nicht gedacht“, sagt Katharina Schweissguth. Über die große Teilnahme ist sie selbst erstaunt. Ihr Ziel, Menschen dazu anzuregen, ihre Poesie-Kreativität freizusetzen, um sie dann mit anderen zu teilen, hat sie längst erreicht. Die Idee zeigt, dass Poesie Spaß macht.

Poesiebriefkasten
Wirtstraße 17
81539 München
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www.poesiebriefkasten.de