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Ben Howard – Noonday Dream

Ben Howard ist keiner, der Musik vom Fließband macht. Er lässt sich gerne Zeit mit seinen Stücken. Jetzt meldet sich der Brite nach vier Jahren mit „Noonday Dream“, seinem dritten Album zurück.  

In den zehn Songs stecken Zeit und Gedankenreichtum, denn Entschleunigung lautet hier das Stichwort. „Noonday Dream“ ist in Frankreich und England entstanden. Eine Platte, die mit ihrem Facettenreichtum einen Lebensabschnitt beschreibt, in der Ben sich die Zeit nahm seine Gedanken zu ordnen — Zeit für Stille, wie er es selbst nennt. Er legt mit dem neuen Album sein Surfer-Image ab, ist erwachsener und selbstbewusster geworden und setzt nun auf melancholischen Indie-Folk. Auf der Suche nach sich selbst umgab sich der 31 Jahre alte Singer/Songwriter mit einer Armee an Effektpedalen, Samples und Sounds. Er tüftelte mit Vocodern, Reglern und Knöpfchen, so lange an den Tracks, bis seine Stimme, sein Gitarrenspiel, das Schlagzeug und die gesamte Atmosphäre so wunderbar verzerrt klingen.

„Noonday Dream“ ist der perfekte Soundtrack für Tagträumereien. Auf „There's Your Man“ wandelt Howard auf staubigen Americana-Pfaden und „Nica Libres At Dusk“ klingt nach zuvielen Coladas und Zigarren. „A Boat To An Island On The Wall“, beginnt anfangs zart folkig und wächst dann zu einem kraftvollen Rocksong heran. Es ist der Mix der verschiedenen Sounds und die vielschichtige Instrumentierung, die das Album so atmosphärisch dicht macht und alle zehn Songs auf geniale Weise miteinander verbindet.

Ben Howard hebt sich deutlich von den gesichtslosen Singer/Songwritern unserer Zeit ab und mit „Noonday Dream“ ist ihm ein schönes und zeitloses Werk gelungen.

Video: Ben Howard - Nica Libres At Dusk
https://www.youtube.com/watch?v=NzcV8HXE_EI