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A. Mair

A. Mair

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Freibier! ist eine neue Rubrik. MUC.TIPS trifft sich mit einem Interviewpartner und in einer entspannten Atmosphäre hat das Gegenüber Gelegenheit von sich und aus seinem Leben zu erzählen. Das Gespräch dauert mindestens so lange, wie es braucht um gemeinsam ein Bier zu trinken.

Reinhard Vinzenz Gampe macht Rockmusik. Americana aus Bayern nennt er es. Er singt auf Bayerisch über das Leben, die Liebe und die Arbeit, darüber was ihm in den Jahren als Student, Lastwagenfahrer, später als Grafiker, heute als Musiker und immer noch Trucker alles so passiert.

„I Red Ned Gern“ heißt einer seiner Songs. Das stimmt natürlich so nicht, denn der Musiker und Alltagsphilosoph traf sich – ganz in Plauderlaune – zum Gespräch mit MUC.TIPS an einem milden Oktoberabend an der Reling der Alten Utting. Die Location wurde nicht ohne Grund gewählt, denn das kommendes Album soll den Titel „Dampfschiff“ tragen.

MUC.TIPS: Erstmal Prost! Schön, dass du Zeit für uns hast.

Reinhard Vinzenz Gampe: Prost!

MUC.TIPS: Wieso eigentlich Dampfschiff?

R.V.G: Die Idee dahinter ist folgende: Das Dampfschiff steht ja für eine alte Technik. Und das ist gerade so eine Geschichte, die mich total umtreibt, nämlich dass es zwingend endliche Industriezweige gibt. Das Thema haben wir ja gerade im Hambacher Forst. Was musst du von Althergebrachtem über Bord werfen, wenn du in die Zukunft schaust. Das heißt im Privaten: Wie wird man älter, anders als man es seinen Eltern oft vorgeworfen hat. Nicht altklug, selbstzufrieden und besserwisserisch.

Darum geht es doch auch bei den Energiekonzernen. Die wollen doch lieber noch zwanzig Jahre lang Braunkohle abbauen, weil es einfach ein gutes Geschäft ist. Da hängen so viele Widersprüche drin und das sollte man seinen Kindern nicht aufbürden.

Und im Privaten ist es bei mir genauso. Dass ich überprüfe, welche von meinen angenommenen Lebensweisheiten überhaupt noch Sinn machen. Ich frage mich halt, wie gehe ich um mit den alten Mustern auf meiner letzten Strecke, in meinen letzten zwanzig Jahren. Und ich bin ja auch so ein Nostalgiker. Finde ich auch total schön. Mit alten Gitarren machst du wenigstens nix kaputt – mit Kohlekraftwerken eben schon.

MUC.TIPS: Wie gehst du ran an die neuen Songs? Hast du schon welche geschrieben?

R.V.G: Ein paar neue Sachen haben wir schon, die wir live bereits auch spielen. Die kommen sicher mit drauf. Und dann setz ich mich auch hin und probiere neue musikalische Ideen aus. Bisher war es meistens so, dass der Evert (Evert van der Wal, Drummer, Multiinstrumentalist und Produzent. Anm. d. Red.) einen Song fast fertig hatte und ich hab dazu dann den Text gemacht. Diesmal gehe ich es ein wenig anders an. Ich möchte mehr eigene Musik beitragen und erst dann ins Studio gehen, wenn klare Songstrukturen stehen. Also klassisches Songwriting auf der Gitarre. Neulich haben wir auf der Pressekonferenz zur Neuhauser Musiknacht unplugged ein paar Stücke gespielt. Eines davon war ein „Rohling“, also ein Stück, dass noch nicht ganz ausgereift ist. Das habe ich dann auf dem Banjo gespielt. Richtig schön.

MUC.TIPS: Ihr seid doch eine Band die sich auf der Bühne präsentiert. Warum gibt es kein Live-Album von euch?

R.V.G: Den Gedanken hatten wir auch schon. Aber da ist es halt so, dass ein Programm zu einhundert Prozent sitzen sollte. So ein Konzert musst du wirklich abgehangen spielen, sonst bist du nicht zufrieden damit. Dann neigt man zum nachbearbeiten, das kostet oft einen Teil dieser besonderen Atmosphäre. Und wir gehen ja fast alle in der Band auch noch einem Job nach und spielen unterm Strich noch zu wenig live.

MUC.TIPS: Du bist ja vor einiger Zeit weg von München, nach Wasserburg gezogen. Wie gehts dir damit?

R.V.G: Ich hab mich inzwischen eingelebt. Wasserburg tut mir total gut. Ich habs heute beim reinfahren wieder gemerkt, wie brutal hektisch es in München zugeht. Also, was du hier Zeit verballerst, um von A nach B zu kommen ist der Wahnsinn. Dadurch war ich auch immer gehetzt und oft geschafft. Jetzt komme ich in Wasserburg langsam zur Ruhe und gehe manche Dinge wesentlich entspannter an. Das kommt sicher auch meiner Musik zugute.

MUC.TIPS: Sind Konzerte von euch in Planung?

R.V.G: Wir spielen weiter ein- bis zweimal im Monat mit der Band. Daneben habe ich auch in Wasserburg angefangen Musik zu machen. Mit Annemarie Zoller, einer Akkordeonspielerin, gibt es demnächst zwei Auftritte in Wasserburg. Die macht wunderschöne, einfache aber anrührende, chansonartige Lieder. Und in Waldkraiburg ist ein Songwriterabend geplant, auf dem ich solo auftreten werde. Einfach um das mal auszuprobieren. Mit der Band wollen wir versuchen, etwas über Oberbayern rauszugehen und ein paar mehr Leute zu erreichen. Auf Festivals spielen ist da auch immer gut. Auf jeden Fall werden wir uns z. B. fürs Heimatsound-Festival 2019 bewerben. Nicht zuletzt, weil es einfach aufregend ist, vor einigen tausend Menschen zu spielen. Das reizt einen halt auch, so schön unsere Clubkonzerte immer sind.

Wir bauen das Ganze kontinuierlich auf. Auf unsere Art eben. Ansonsten einfach mal auf unsere Webseite gehen. Da stehen alle Neuigkeiten und Termine.

MUC.TIPS: Reinhard, wir bedanken uns für das nette Gespräch und dass du dir Zeit für uns genommen hast. Alles Gute für dich und viel Erfolg mit dem neuen Album. Wir sehen uns sicher auf einem deiner nächsten Konzerte wieder.

 

Gampe & Band Live:
https://www.youtube.com/watch?v=_2pm8cmBy0o
www.gampe-music.com

Nach dem „Klohäuschen“ an der Großmarkthalle und dem „Fräulein Grüneis“ im Englischen Garten gibt es in München jetzt noch eine dritte, zur Gastronomie umgebaute Bedürfnisanstalt: das Café Crönlein am Nockherberg.

Fünf Jahre hat die Umsetzung der Idee von Florian Falterer und Timothy Hanghofer gedauert, das ehemalige Toilettenhäuschen am Bergsteig in eine Café-Bar zu verwandeln. Nach vielen Anträgen und unzähligen Arbeitstagen konnte endlich Eröffnung gefeiert werden.

Passend zu der wuchtigen Steinmauer im Aussenbereich, wurde ein massiver Tresen aus Sichtbeton in dem kleinen Barraum im vorderen Bereich errichtet. Im hinteren Bereich wurde Platz für eine kleine Küche geschaffen, aus welcher die Gäste mit selbstgemachter Pizza und Waffeln versorgt werden. Das Angebot soll nach und nach, noch durch verschiedene Salate, Snacks und selbstgemachte Limonaden ausgebaut werden. Das Crönlein versteht sich aber auch als Bar, in die man abends mal auf einen Drink vorbeischauen kann.

Ein Besuch lohnt sich, denn auf den Treppenabsätzen die zum höhergelegenen Kronepark führen, sind zauberhafte Nischen mit kleinen Tischchen und Hockern geschaffen worden. Bei Kerzenlicht und einem Cocktail sitzt man hier idyllisch unter den alten Bäumen. Gelegentlich kann man auch abends Joggern mit Stirnlampen zusehen, wie sie die Stufen zum Park hochhetzen.

Café Crönlein
Am Nockherberg
81541 München

Andrew „Roo“ Panes stammt aus dem kleinen Städchen Wimborne in der Grafschaft Dorset und gilt hierzulande noch als Geheimtipp. Der freundliche Brite hat bereits zwei Alben veröffentlicht und feiert in seinen Songs das Leben.

Der ewige Mod und Godfather of Britpop ist dieses Jahr 60 geworden. Das erklärt vielleicht die Sanftheit, mit der die 14 Songs seines neuen Studioalbums „True Meanings“ daherkommen.

Hatte der britische Sänger, Musiker, Komponist und Modedesigner auf seinen letzten Platten seine Fans noch mit spröden, bunt zusammengewürfelten Rockstücken bespielt, wechselt er nun gekonnt ins Fach der folkigen Balladen. Er ist grüblerischer und melancholischer geworden: „Do you know there’s no journey, we’re ­arriving and departing all the time“, bemerkt er ohne Anklang von Schwermut. Diese Nachdenklichkeit steht ihm gut und kam auch seinen neuen Stücken zugute.

„True Meanings“ ist ein mit Akustik­gitarre eingespieltes und mit gekonnt gesetzten Streicher- und Bläser­-Arrangements veredeltes Singer-­Songwriter-Album. Die Stücke strotzen nur so von anmutigen Melodien und selbstreflektierenden Texten. So hat sich Wellers früher Zorn über unsere gesellschaftlichen Zustände in altersweise Gelassenheit verwandelt.

Zur musikalischen Unterstützung hat sich Weller gute Bekannte in sein eigenes Black Barn Studio eingeladen. So bediente Rod Argent die Hammondorgel und am Fender Rhodes saß Conor O’Brien. Die beiden Folklegenden Martin Carthy und Danny Thompson trugen mit Fingerpicking und Bassläufen zur Produktion bei. Ebenso waren die Folksängerin Lucy Rose und auch Oasis-Frontmann Noel Gallagher mit einem raffinierten Beitrag mit von der Partie.

Aufgenommen wurde das ganze Album in gerade mal drei Wochen und deswegen klingt die Produktion wohl auch so rund und in sich geschlossen.Ein stilles und schönes Meisterwerk!

Video: „Movin On“

https://www.youtube.com/watch?v=zetwUICmGPg

Sie verkaufte weltweit 20 Millionen Alben und hatte zahlreiche Top 10-Hits. Mit „Deeper“ veröffentlicht Soulikone Lisa Stansfield nach vier Jahren Pause, nun ein neues Werk.

Über München wurde schon viel geschrieben. Zahlreiche Künstler, Wissenschaftler und Politiker lebten in der Landeshauptstadt, oder waren zu Besuch da. Hier eine Auswahl der schönsten Zitate.

 

„Ich bin 64 Jahre alt, hab viel des Schönen gesehen, so Schönes noch nie; ich habe viele Freuden erlebt, doch eine solche Freude noch nie.“
(König Ludwig I. bei der Enthüllung der Bavaria 1850)

„Für mich ist München mein Deutschland. Außerhalb Münchens ist für mich Ausland.“
(Helmut Dietl)

„Langsam begreife ich, was das ist, ein echter Münchner. Ein Glücksfall ist es, kein Zufall.“
(Napoleon Bonaparte)

„Die Münchner verstehen es, sich öffentlich auf den Straßen zu amüsieren.“
(Wladimir Lenin)

„Fahren Sie gar nicht woanders hin, ich sage ihnen, es geht nichts über München. Alles andere in Deutschland ist Zeitverschwendung.“
(Ernest Hemingway)

„Schwabing ist kein Ort, sondern ein Zustand.“
(Gräfin zu Reventlow)

„Glücklich und vergnügt war meine Ankunft.“
(Wolfgang Amadeus Mozart)

„Alles, was ich sehe, kommt mir vor wie ein Traum.“
(Fjodor Iwanowitsch Tjutschew)

„Vom Ernst des Lebens halb verschont ist der schon, der in München wohnt.“
(Eugen Roth)

„Sogar die nobelsten Damen gehen ins Kaffeehaus und trinken da – nicht Kaffee, sondern so zum Spaß eine Maß Bier oder zwei.“
(Gottfried Keller)

„Paris ist eine Frau, München ist Bier.“
(Fürst Schtscherbatow)

„Schwabings Stunde heißt Illusion. Dieser Stadtteil hat die Weite, die Drehbarkeit eines Kontinents.“
(Rene Prevot)

„… erst beim Verdauen kann man etwas über dieses wunderbare München sagen.“
(Franz Kafka)

„In München reifte auch dann der Dichter in mir ... “
(Friedrich Hebbel)

„Thomas Wolfe hatte Recht, als er sagte, München sei ein deutscher Himmel auf Erden.“
(John Russell)

„Es ist hier gut seyn, und wer nur eine kleine  Zeit zugegen ist, will hier seine Wohnung sich bauen.“
(Lorenz Westenrieder)

„Die Juristerei kann man in Büchern nachstudieren, aber das Leben und die Kunst in München nicht.“
(Ludwig Thoma)

„München will gar nicht erörtert, München will gelebt und geliebt sein.“
(Ernst Heimeran)

„Man fühlt sich hier beinahe griechisch.“
(Gustav Mahler)

„In mein Herz münden Isar und Jordan.“
(Schalom Ben-Corin)

„Es gibt nur zwei Städte, in denen man leben kann: Rom und München.“
(Henrik Ibsen)

„Die Münchner verstehen es, sich öffentlich auf den Straßen zu amüsieren.“
(Wladimir Lenin)

„Es ist mir noch immer die allerliebste Stadt, die ich kenne, und wenn ich wieder auf die Welt komme, dann bitte gleich in München.“
(Eduard Grützner)

„Schwabing war eine geistige Insel in der großen Welt, in Deutschland, meistens in München selbst. Dort lebte ich lange Jahre. Dort habe ich das erste abstrakte Bild gemalt. Dort trug ich mich mit Gedanken über reine Malerei, reine Kunst herum.“
(Wassily Kandinsky)

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